Reflexhammer

Aktuelles zur arbeitsmedizinischen und sicherheitstechnischen Betreuung

Schon im Arbeitssicherheitsgesetz von 1973 ist die Verpflichtung des Arbeitgebers festgeschrieben, Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit zu bestellen, um ihn beim Arbeitsschutz und in Fragen des Gesundheitsschutzes seiner Mitarbeiter zu unterstützen. Die gesetzlichen Unfallversicherungsträger (Berufsgenossenschaften, Gemeindeunfallversicherungen) legten den jeweiligen Umfang der Betreuung ihrer Mitgliedsunternehmen fest.
Seit dem 01. Januar 2011 haben sich nun mit dem In-Kraft-Treten der neuen DGUV Vorschrift 2 "Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit" die Regelungen zur arbeitsmedizinischen und sicherheitstechnischen Betreuung geändert.
Zielsetzung ist eine bundesweit einheitliche Betreuung der Betriebe
aller Branchen sowie eine flexiblere und dem betriebsspezifischen
Bedarf angepasste Gestaltung des Arbeitsschutzes.
Die DGUV Vorschrift 2 stärkt damit die Eigenverantwortung des Unternehmers.

Betriebsärztliche und sicherheitstechnische Regelbetreuung in Betrieben mit bis zu 10 Beschäftigten

In Betrieben mit bis zu 10 Beschäftigten sind wie zuvor regelmäßige Grundbetreuungen (Unterstützung bei der gesetzlich geforderten Gefährdungsbeurteilung, bei grundlegenden Maßnahmen der Arbeitsgestaltung usw.) und anlassbezogene Betreuungen durch Sicherheitsfachkraft und / oder Betriebsarzt (hierzu gehören u.a. die arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen) durchzuführen.

Betriebsärztliche und sicherheitstechnische Regelbetreuung in Betrieben mit mehr als 10 Beschäftigten

Für Betriebe mit mehr als 10 Beschäftigten hat sich eine wesentliche Änderung ergeben. Die Regelbetreuung setzt sich künftig aus zwei Bausteinen zusammen, aus der Grundbetreuung mit verbindlichen Einsatzzeiten gemäß Betriebsart / Wirtschaftszweig, die sich Betriebsarzt und Sicherheitsfachkraft teilen und der betriebsspezifischen Betreuung auf der Basis des Leistungskatalogs im Anhang 4 der DGUV Vorschrift 2.

Daneben besteht die Möglichkeit der sog. alternativen bedarfsorientierten betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung in Betrieben bis zu 50 Beschäftigten. Hierzu sind im Vorfeld wie auch kontinuierlich Fortbildungsmaßnahmen des Unternehmers erforderlich, die ihm eine weitgehend eigenständige Organisation des Arbeitsschutzes erlauben. Über das Ausmaß der externen Betreuung bei entsprechenden Anlässen kann der Unternehmer dann selbst entscheiden.

Gerne beraten wir Sie zur Umsetzung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in Ihrem Unternehmen. Nutzen Sie dafür das Kontaktformular oder rufen Sie einfach an!